Die 80er Jahre in der NASCAR

Dale Earnhardt

1980 Wagen Punkte Starts Rennen
1. Dale Earnhardt Chevrolet 4661 31
2. Cale Yarborough Chevrolet 4642 31
3. Benny Parsons Chevrolet 4278 31 31 Rennen
4. Richard Petty Chevrolet 4255 31
5. Darrell Waltrip Chevrolet 4235 31

Earnhardt führt die Tabelle, mit Ausnahme des ersten Rennens, die ganze Saison lang an. Der Zweite, Cale Yarborough muss im letzten Rennen nur 29 Punkte aufholen, um sich seinen vierten Titel zu holen. Aber der Rookie des Vorjahres, Dale Earnhardt, rettet einen Vorsprung von 19 Punkten ins Ziel, und sichert sich seinen ersten Grand National Titel. Es ist die letzte Saison für die seit 30 Jahren verwendeten Full Size Cars.


Darrell Waltrip

1981 Wagen Punkte Starts Rennen
1. Darrell Waltrip Buick 4880 31
2. Bobby Allison Buick 4827 31
3. Harry Gant Pontiac 4213 31 31 Rennen
4. Terry Labonte Buick 4052 31
5. Jody Ridley Ford 4002 31

Darrell Waltrip ist seit 1977 immer unter den ersten Fünf der Tabelle des Grand National notiert. Nach der ersten Hälfte dieser Saison hatte er noch 341 Punkte Rückstand auf Bobby Allison. Danach ist er mit seinem Junior Johnson Buick nicht mehr zu schlagen. Mit sieben Siege und fünf zweiten Plätzen macht er dem Rückstand einem 58 Punkte Vorsprung.


Darrell Waltrip

1982 Wagen Punkte Starts Rennen
1. Darrell Waltrip Buick 4489 30
2. Bobby Allison Pontiac 4417 30
3. Terry Labonte Buick 4211 30 30 Rennen
4. Harry Gant Buick 3877 30
5. Richard Petty Pontiac 3814 30

Auch diesmal muss Darrell Waltrip einem großen Rückstand hinterherlaufen. Sieben Rennen vor Ende der Saison fehlen ihm noch 147 Punkte zum Ersten Bobby Allison. Aber vier Rennen später übernimmt er die Tabellenführung, und baut seinen Vorsprung bis auf 72 Punkte aus.


Bobby Allison

1983 Wagen Punkte Starts Rennen
1. Bobby Allison Buick 4667 30
2. Darrell Waltrip Chevrolet 4620 30
3. Bill Elliott Ford 4279 30 30 Rennen
4. Richard Petty Pontiac 4042 30
5. Terry Labonte Chevrolet 4009 30

Bobby Allison startet 1961 im Alter von 23 Jahren erstmals im Grand National. Nun ist er 45 Jahre alt, und auf dem Höhepunkt seiner Karriere. In den letzten zwei Jahren wurde er in der zweiten Hälfte der Saison von Darrell Waltrip abgefangen. Diesmal hält er durch, und erntet er die Früchte einer 22 Jahre langen Arbeit mit dem Titel des Grand National Champions.


Terry Labonte

1984 Wagen Punkte Starts Rennen
1. Terry Labonte Chevrolet 4508 30
2. Harry Gant Chevrolet 4443 30
3. Bill Elliott Ford 4377 30 30 Rennen
4. Dale Earnhardt Chevrolet 4265 30
5. Darrell Waltrip Chevrolet 4235 30

Kein Tabellenführer, es waren insgesamt vier, konnte seinen Vorsprung auf mehr als 91 Punkte ausbauen. Bis zum August wechselt die Führung zwischen Earnhardt und Waltrip. Als Terry Labonte nach dem 21. Rennen die Führung übernimmt, liegt Harry Gant noch 120 Punkte zurück auf dem 5. Platz. Doch am Ende ist er der einzige Gegner der Terry Labonte’s ersten Grand National Titel noch gefährden kann.


Darrell Waltrip

1985 Wagen Punkte Starts Rennen
1. Darrell Waltrip Chevrolet 4292 28
2. Bill Elliott Ford 4191 28
3. Harry Gant Chevrolet 4028 28 28 Rennen
4. Neil Bonnett Chevrolet 3897 28
5. Geoffrey Bodine Chevrolet 3862 28

Nach 20 Rennen liegt Bill Elliott mit 206 Punkten, und zehn Siegen, an der Spitze der Tabelle. Während der letzten 8 Rennen gelingt noch ein weiterer Sieg, aber es reicht nicht. Die Aufholjagd von Darrell Waltrip, auch wenn er nur dreimal gewinnt, kann als einzigartig bezeichnet werden. Mit einem Vorsprung von 101 Punkten, dem größten seit 1978, holt sich Darrell Waltrip seinen dritten Grand National Titel.


Dale Earnhardt

1986 Wagen Punkte Starts Rennen
1. Dale Earnhardt Chevrolet 4468 29
2. Darrell Waltrip Chevrolet 4180 29
3. Tim Richmond Chevrolet 4174 29 29 Rennen
4. Bill Elliott Ford 3844 29
5. Ricky Rudd Ford 3823 29

Zurück im Team von Richard Childress feiert Dale Earnhardt seinen zweiten Titelgewinn. Er ist der Erste, der sich mit dem Titel Winston Cup Champion schmücken darf. Der große Vorsprung täuscht darüber hinweg, wie umkämpft der Titelkampf war. Eine Woche mit 100 Punkte Vorsprung, der eine Woche später auf nur noch 20 Punkte schrumpft, macht die Saison 1986 für Dale Earnhardt zu einer regelrechten Achterbahnfahrt.


Dale Earnhardt

1987 Wagen Punkte Starts Rennen
1. Dale Earnhardt Chevrolet 4696 29
2. Bill Elliott Ford 4207 29
3. Terry Labonte Chevrolet 4007 27 29 Rennen
4. Darrell Waltrip Chevrolet 3911 29
5. Rusty Wallace Pontiac 3818 29

Die Titelverteidigung gelingt Dale Earnhardt, trotz der weiterhin latenten Superspeedway – Schwäche des RCR-Teams, in überzeugender Weise. Mit elf Siegen übertrifft er seinen stärksten Verfolger Bill Elliott um das doppelte. Aber eigentlich ist es eine Saison der Söhne. Bobby Allisons Sohn, Davey, sichert sich den Rookie Titel, und Kyle Petty liegt in der Abschlußtabelle vor seinem Vater Richard Petty.


Bill Elliott

1988 Wagen Punkte Starts Rennen
1. Bill Elliott Ford 4488 29
2. Rusty Wallace Pontiac 4464 29
3. Dale Earnhardt Chevrolet 4256 29 29 Rennen
4. Terry Labonte Chevrolet 4007 29
5. Ken Schrader Chevrolet 3858 29

Obwohl Bill Elliott nur halb so viele Siege wie in seiner besten Saison 1985 erreicht, kann er diesmal, konstant gute Ergebnisse einfahren. Nach dem 20. Rennen übernimmt er die Tabellenführung von Rusty Wallace, gibt sie nicht mehr ab, und sichert sich den Winston Cup Titel.


Rusty Wallace

1989 Wagen Punkte Starts Rennen
1. Rusty Wallace Pontiac 4176 29
2. Dale Earnhardt Chevrolet 4164 29
3. Mark Martin Ford 4053 29 29 Rennen
4. Darrell Waltrip Chevrolet 3971 29
5. Ken Schrader Chevrolet 3786 29

Dale Earnhardt verliert seine Tabellenführung nach dem 25. Rennen, an den in der zweiten Saisonhälfte stark auftrumpfenden Rusty Wallace. Letzter Winston Cup Champion der 80er Jahre wird 1989 Rusty Wallace. In dieser Saison fehlten die Namen der der Fahrer Cale Yarborough, Benny Parsons, Buddy Baker und Bobby Allison. Die vier zurückgetretenen Fahrer repräsentieren 134 Jahre NASCAR Sport, mit 313 Siegen und acht Grand National Titel.


dabei fällt mir ein…
Aintree Grand NationalIm Sommer 1949 startete NASCAR eine Rennserie für Serienwagen unter dem Namen „Strickly Stocks“. Nach der acht Rennen langen ersten Saison, wechselte Bill France den Namen der Serie zu „Grand National“. Ein Hindernissrennen in Aintree Name, den der NASCAR Gründer von dem bekannten englischen Hindernis-Pferderennen in Aintree bei Liverpool, übernahm. Für zwanzig Jahre stand dieser Name als Synonym für erstklassigen, finanzierbaren Autorennsport. 1971 wurde R. J. Reynolds, mit seiner Zigarettenmarke Winston, als Hauptsponsor der Rennnserie eingeführt. Gleichzeitig wurde der Name der Meisterschaft in „Winston Cup Grand National“ geändert. Kaum einer beachtete diesen kleinen Zusatz im Namen. Für die Firma Reynolds, die Millonen von Dollar die Serie pumpte, war dasWinston Cup entschieden zu wenig. Im Herbst 1985 schwadroniert Bill France in einer Presseerklärung viel vom Gipfel des Rennsports, und Fans auf der ganzen Welt, die all das schon lange mit dem Namen Winston verbinden würden. Auf umständliche Winston Cup Logo Art versucht er klarzumachen, warum die Meisterschaft 1986 jetzt unbedingt nur noch Winston Cup heißen soll. Wie wichtig ihm sein Grand National aber in Wirklichkeit ist, zeigt sich, als er ihn kurzerhand bei der Late Models Sportsman Serie unterbringt. Sie wird mit ihrem Hauptsponsor Anheuser Busch zur Busch Grand National Serie erhoben. In Presse Funk und Fernsehen herrscht aufgrund dieser doppelten Änderung fast zwei Jahre lang ein lustiges Sprachwirrwar. Martell Grand NationalIn den Berichten un Reportagen werden Grand National, Winston Cup, Late Models, Sportsman und Busch fröhlich durcheinander verwendet. Martell Grand National Selbst im Winston-Salem, der Zeitung aus der Heimat der Firma Reynolds, werden noch über Monate Ergebnisse vom Grand National und den Sportsman gemeldet. Es darf darüber spekuliert werden, ob es nach dem Wechsel vom Winston zum Nextel Cup zu den selben Irritationen kommt. Übrigens, das Grand National in Aintree heißt mittlerweile “ Martell Cognac Grand National „. Prost !

Autor: Reiner Melching

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