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Sprint Cup Series

Kalkulierter Sieg für Brad Keselowski

Brad Keselowski. Foto: ©NASCAR

Ein weiterer Benzinkrimi geht an Brad Keselowski. Der Penske-Fahrer gewann das dritte Chase-Rennen der NASCAR auf der «Monster Mile» in Dover.

Brad Keselowski. Foto: ©NASCARBrad Keselowski. Foto: ©NASCAR

Ein weiterer Benzinkrimi geht an Brad Keselowski. Der Penske-Fahrer gewann das dritte Chase-Rennen der NASCAR auf der «Monster Mile» in Dover.

Zum zweiten Mal innerhalb von 3 Wochen steht Brad Keselowski in der Victory Lane der Sprint Cup Series. Der Dodge-Fahrer führte auf dem Dover International Speedway lediglich 14 von 400 Runden an. Doch die wichtigste, die letzte Runde, war mit dabei. Während Kyle Busch und Denny Hamlin kurz vor Schluss auf 1 und 2 liegend noch einmal in die Box kamen, um nachzutanken, blieb Keselowski auf der Strecke und fuhr den Sieg ein. Seine Tankfüllung reichte sogar noch für einige Burnouts nach dem Rennen.

«Das ist normalerweise eine unserer schlechteren Strecken», gestand Keselowski. «Aber wir gucken nicht auf die Statistiken. Wir kommen an die Strecke, reißen uns den Hintern auf und geben alles. Wir sind einfach drangeblieben, und wenn man dran bleibt, kommt man in so eine Position.»

Jimmie Johnson, der ebenfalls Sprit sparte und es damit bis ins Ziel schaffte, wurde Vierter. Er ließ sich zuvor absichtlich von Platz 1 zurückfallen. Um den Sieg konnte er dann aber nicht mehr kämpfen. Zweiter wurde Jeff Gordon, gefolgt von Mark Martin. Busch und Hamlin kamen am Ende auf den Plätzen 7 und 8 ins Ziel. Sie verloren nicht allzu viel Boden, da ohnehin nur 10 Autos in der Führungsrunde waren.

Grund dafür war eine für viele ungünstige Gelbphase während der ersten Serie von Boxenstopps. Gerade als diese in vollem Gange waren, löste sich J. J. Yeleys rechter Vorderreifen in Einzelteile auf und zerstörte seinen Radkasten. Dadurch befanden sich noch 6 Autos in der Führungsrunde. In der Folge arbeiteten sich nur sehr langsam weitere Autos zurück in die Führungsrunde. Die Möglichkeit, bei Boxenstopps unter Gelb draußen zu bleiben und so eine Runde zurück zu gewinnen, nutzte kaum ein Team. Viele waren auf der kurzen Strecke ohnehin bereits 2 Runden zurück. Lediglich die Lucky-Dog-Regel verhalf einigen zur Rückkehr.

Während Brad Keselowski nun mit 5 Zählern vor Jimmie Johnson die Meisterschaft anführt, mussten die Ford-Teams eine weitere Schlappe einstecken. Greg Biffle und Matt Kenseth belegen nach dem dritten von 10 Chase-Rennen nun die letzten beiden Tabellenplätze. Biffle gehörte zu den Opfern der Gelbphase. Dazu handelte er sich einen Platten ein und verlor 2 weitere Runden. Er wurde nur 16. Matt Kenseth kam gar nur auf Platz 35 ins Ziel. Erst brach ein Teil am Auto, dann rutschte er nach misslungener Reparatur in die Mauer.

Vom Pech erwischt wurde auch Kasey Kahne. Im letzten Rennviertel lag er in aussichtsreicher Position, als er erst ein vibrierendes rechtes Vorderrad meldete und die Boxencrew beim Stopp dann noch eine Radmutter nicht befestigte. Er musste noch einmal in die Box und wurde am Ende nur 15.