Harvick gewinnt im Phoenix-Chaos

Kevin Harvick. Foto: ©NASCAR

Kevin Harvick ist der Sieger eines ereignisreichen Rennens in Phoenix, das vermutlich für eine Vorentscheidung im Titelkampf sorgte. Ärger zwischen Jeff Gordon und Clint Bowyer.

Kevin Harvick. Foto: ©NASCARKevin Harvick. Foto: ©NASCAR

Kevin Harvick ist der Sieger eines ereignisreichen Rennens in Phoenix, das vermutlich für eine Vorentscheidung im Titelkampf sorgte. Ärger zwischen Jeff Gordon und Clint Bowyer.

In einer wilden Schlussphase auf dem Phoenix International Speedway überschlugen sich die Ereignisse. Kevin Harvick ging als Sieger aus dem Rennen hervor. Er überstand ein Green-White-Checkered-Finale. Nur einen Neustart zuvor überholte er den bis dahin dominierenden Kyle Busch, der zum achten Mal in diesem Jahr die meisten Rennrunden anführte und am Ende wieder nicht gewinnen konnte.

Ausgelöst wurde die letzte Gelbphase durch Jeff Gordon und Clint Bowyer. Die beiden berührten sich im Zweikampf auf der Strecke, was zu einem Reifenschaden an Gordons Chevrolet führte. Dieser humpelte in der Folge um die Strecke und bekam die Anweisung, in die Box zu fahren. Doch Gordon revanchierte sich. Als Bowyer ihn überrunden wollte, drehte er ihn absichtlich um und riss Joey Logano und Aric Almirola ebenfalls mit ins Verderben. Brad Keselowski passierte die Unfallstelle nur knapp. Der Penske-Fahrer hatte zu diesem späten Zeitpunkt im Rennen virtuell eine klare Tabellenführung inne. Denn in Runde 235 fuhr Jimmie Johnson auf Platz 7 liegend nach einem Reifenschaden in die Mauer und musste für längere Zeit in die Garage. Die Meisterschaftssituation dadurch eine erneute Wendung.

Abseits der Strecke ging es nach dem Unfall zwischen Gordon und Bowyer zur Sache. Als Gordon seinen Boliden im Garagenbereich abstellte, kamen umgehend Crewmitglieder Bowyers zu ihm und eine heftige Rangelei brach aus. Clint Bowyer, dessen Auto kurzfristig Feuer fing, stieg aus seinem Auto und rannte durch die Boxengasse in Richtung des Teamtrucks, in den sich Gordon mittlerweile verzogen hatte. Mehrere umstehende Personen mussten den sichtlich verärgerten Toyota-Fahrer zurückhalten. Seine Chancen auf den Titel bzw. Platz 2 dürften durch Gordons Aktion dahin sein. Zum Zeitpunkt des Unfalls lag er nur etwa 7 Punkte hinter Jimmie Johnson.

Von den betroffenen Fahrern wollte sich direkt danach niemand äußern. «Das ist eine verdammte Schande», sagte Bowyers Crew Chief Brian Pattie. Sein Gegenüber bei Hendrick Motorsports, Alan Gustafson, verteidigte seinen Piloten natürlich. Er rechtfertigte den Zwischenfall mit vergangenen Aktionen Bowyers gegen Gordon.

Der Unfall geschah noch kurz bevor Kevin Harvick in die letzte Runde ging, was zu dem Green-White-Checkered führte. Sorgen machte man sich bei Richard Childress Racing vor allem aufgrund des Benzins. Doch es reichte zum ersten Saisonsieg für das Team.

Den Atem anhalten mussten die Zuschauer bei der Zieldurchfahrt aber doch noch einmal. Auf der Zielgeraden kam es zu einem Unfall mit mehreren Autos, direkt vor Brad Keselowski. Der Penske-Pilot wurde dabei unfreiwillig von Greg Biffle getroffen und schaffte es auf Platz 6 über die Linie. Damit hat Keselowski vor dem letzten Saisonrennen 20 Punkte Vorsprung auf Jimmie Johnson, der am Ende 32. wurde. Dem Dodge-Fahrer reicht in Homestead ein 15. Platz, um den Titel zu sichern.

Dennis

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