NASCAR: Der raue Bruder der Formel 1

Die NASCAR Nationwide Series Mitte der 2000er in FontanaDie NASCAR (National Assosciation for Stock Car Auto Racing) ist einer der größten US-amerikanischen Motorsportverbände, der in Daytone Beach, Florida, ansässig ist. NASCAR betreibt derzeit drei landesweite Rennserien, die Nationwide Series, die Camping World Truck Series und den Sprint Cup. Weiterhin gibt es noch verschiedene NASCAR Divisionen in Kanada und Mexiko sowie mehrere kleine regionale Rennserien.

Popularität in Deutschland

Popularität in Deutschland erlangte die NASCAR vor allem durch zahlreiche mediale Adaptionen, wie durch die Filme „Tage des Donners“, „Cars“ und „Herbie: Full Loaded- Ein toller Käfer startet durch“. Hinzu kommen zahlreiche Videorennspiele für sämtliche Konsolen und den PC. In der bekannten Zeichentrickserie South Park, die für ihren schwarzen Humor bekannt ist, wurde in der 8. Folge der 14. Staffel das Thema NASCAR humoristisch verarbeitet. Zur Bekanntheit in Deutschland trugen sicherlich auch weltbekannte Fahrer wie Juan Pablo Montoya, Jacques Villeneuve oder Mario Andretti bei, die zuvor in der international bekannteren Formel 1 gefahren sind. Am bekanntesten ist die NASCAR, die 2008 ihr 60. Jubiläum feierte, aber verständlicherweise in ihrem Heimat- und Ursprungsland der USA, was an der vermeintlichen Seriennähe der Fahrzeuge und der für ein Großteil der Bevölkerung akzeptablen Eintrittspreise liegt.

Deutsche Hersteller in den USA

Der amerikanische Markt gehört für die deutsche Automobilhersteller zu einem der wichtigsten Absatzmärkte weltweit. So verwundert es doch sehr, das namhafte Hersteller wie Mercedes, Audi, VW, BMW oder Porsche sich dem amerikanischen gänzlich verschließen. Lediglich in der American Le Mans Series (ALMS) fahren seit wenigen Jahren BMW, Porsche und Audi mit Nick Heidfeld um die besten Langstreckenergebnisse. Im Vergleich zur NASCAR kann die ALMS jedoch nicht mit dem Prestige und der öffentlichen Aufmerksamkeit mithalten. Im Jahr 2010 bekam der DTM Audi-Pilot, Mattias Ekström die Möglichkeit für das Red Bull Racing Team einen NASCAR Boliden zu besteigen. Sein Debüt konnte der Schwede auch gebührend feiern, mit sieben Führungsrunden ein beachtliche Leistung, ob Audi für ein weiteres Engagement zur Verfügung steht, bleibt aber fraglich. Ein Rekord können die Deutschen aber dennoch für sich beanspruchen, Michael Schumacher ist mit seinen fünf Siegen der erfolgreichste Fahrer auf dem Indianapolis Motor Speedway.

Daytona 500

Zu den wichtigsten, bekanntesten und prestigeträchtigsten Rennen der NASCAR gehört aber das Daytona 500. Es ist ein 500 Meilen langes Autorennen im Sprint Cup, welches jedes Jahr auf dem ovalen Daytona International Speedway in Daytona Beach, Florida, veranstaltet wird. Auch das mehrere Millionen-Dollar schwere Preisgeld für die Fahrer ist hier am allerhöchsten. Der alljährliche Sieger wird mit der bekannten Harley J. Earl Trophy geehrt und sein Auto wird für die Dauer eines Jahres im Motorsportmuseum von Daytona ausgestellt. In Jahr 2013 sicherte sich sogar das erste Mal eine Frau die Pole Position bei einem Sprint Cup Series Rennen. Danica Patrick schaffte es immerhin für ganze zwei Runden das gesamte Feld anzuführen und erreichte mit Rang 8 die jemals beste Platzierung einer Frau in diesem Cup. Sieger wurde Jimmie Johnson. Das Live Erlebnis eines NASCAR Rennens muss kein Traum bleiben. Ein Flug in die USA ist bei Eintrittspreisen bis zu $1900 Dollar sogar erschwinglich. Auf der Haupttribüne des über 165.000 Zuschauer fassenden Daytona International Speedway findet man auch bereits ab $89 Dollar einen Platz.

Dennis

Autor: Dennis

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