2003 Dodge Intrepid #7 „Sirius Radio“, Jimmy Spencer

Heutige Rennfahrer, egal ob im Formelsport wie der Formel 1, bei den Tourenwagen der WTCC und DTM oder bei den Stock Cars der NASCAR, sind schlanke durchtrainierte Sportler. In den meisten weltweiten Rennserien war das schon längere Zeit so. Die Ausnahme von der Regel boten viele Jahre die amerikanischen Stock Car Rennserien wie die NASCAR, USAC, ARCA u.a. Neben den Topstars fuhren dort immer wieder Gentlemen-Drivers, Privatiers und Fahrer wie eben Jimmy Spencer, die diesem typischen Erscheinungsbild smarter Boys nicht immer entsprachen.

Jimmy Spencer, 1957 in Berwick Pennsylvania geboren, hätte wohl nie in das Cockpit eines offenen Formelautos gepasst. Mit einer recht stattlichen Statur von 1,85m Größe und dabei über 110kg Kampfgewicht benötigte „Mr. Excitment“ kein Zusatzgewicht im Rennwagen. Seinen Beinamen erhielt er für seinen ziemlich aggressiven Fahrstil und war eher der Rennfahrer fürs Grobe. Seine Karriere im Stock Car Motorsport begann 1985 mit seinem ersten Rennen in der NASCAR Busch Grand National Series. Seine „Statistics“ konnten sich trotz seiner Erscheinung sehen lassen.

Von 1985 bis 2006 bestritt Jimmy Spencer 826 Rennen in unterschiedlichen Rennserien. Einzeln aufgelistet waren das 478 Rennen im NASCAR Cup (Winston Cup, Sprint Cup, Nextel Cup), 211 Rennen NASCAR Busch Series (1985 –2003 Busch Grand National Series, 2004 – 2005 Busch Series), 31 Rennen in NASCAR CraftsmanTruck Series, 1 Rennen in der NASCAR Winston West Serie 1993, 1 Rennen in der NASCAR North Tour 1985, 13 Rennen in der NASCAR Busch North Series (1987 – 1998), 90 Rennen in der NASCAR Whelen Modified Serie (1985 – 1994) und 3 Rennen in der ARCA Super Car Serie (1989 – 1994).

Über alle Serien hinweg kamen so 32 Rennsiege zusammen, bei 145 Top10 Platzierungen, zwei Meistertiteln in der Modified Serie und einem 12. Rang in der NASCAR Winston Cup Meisterschaft im Jahr 1993.

In der NASCAR Winston Cup Saison 2003 wurde der #7 „Sirius Satellite Radio“ Dodge Intrepid von Jim Smith Racing in allen 36 Rennen eingesetzt. Als Crew Chief für die beiden Fahrer Jimmy Spencer und Ted Musgrave (1 Start in Bristol) fungierte Tommy Baldwin. Als bestes Ergebnis errang Jimmy Spencer beim „Coca-Cola 600“ am 25. Mai in Charlotte, North Carolina den 4. Platz.

Autor: Thomas F. Lutz