1998 Ford Taurus #99 „Exide Batteries“ Jeff Burton

Von 1949 bis 1979 wurden in der NASCAR weitestgehend originale Karosserien verwendet, die unter dem Blechkleid verändert und umegbaut wurden. Mit anderer Motoraufhängung, ohne Innenausstattung und einem in die Karosserie eingebauten Sicherheitskäfig. Ab 1980 änderte sich das grundlegend denn jetzt wurde auf ein spezielles Chassis, mit vorgeschriebenen Radstand, ein Sicherheitskäfig aufgebaut und anschließend mit Aluminium eine „werksähnliche“ Karosserie aufgeschweißt. Die Formen von Buick Regal, Chevrolet Monte Carlo oder Ford Thunderbird waren den Straßenautos nachempfunden, hatten aber bereits in diesen Jahren kaum noch etwas mit den Originalen zu tun. Im Jahr 2008 kam dann endgültig, nach einer Testphase im Vorjahr, das sogenannte CoT Car (Car of Tomorrow) zum Einsatz, das praktisch eine Einheitskarosserie hat. Ford, Chevrolet und Toyota unterscheiden sich nur noch durch individuelle Scheinwerfer-Aufkleber, ein unterschiedliches hinteres Seitenfenster und die Kühlergrillfront.

Während der GM-Konzern in den 90´er Jahren noch mit mehreren Modellen antrat, wie dem Oldsmobile Cutlass oder Delta, Buick mit dem LeSabre oder Regal, Pontiac mit dem Grand Prix und Chevrolet mit dem Monte Carlo und Lumina, blieb man bei Ford einzig und allein dem Thunderbird treu.

Im Jahr 1997 wurde die Serienproduktion des Ford Thunderbirds eingestellt und bei NASCAR folgte der Wechsel auf die Mittelklasse Limousine des Ford Taurus im Jahr 1998, der in der dritten Generation seit 1995 gebaut wurde. Mit dem Taurus war Ford relativ erfolgreich und man konnte den Konstrukteurstitel in den Jahren 1999, 2000 und 2002 gewinnen, was allerdings seither die letzten Titel waren.

NASCAR Modelle des Ford Taurus gab es von Monogram und Revell im Maßstab 1:24 und AMT/Ertl in 1:25. Der Taurus von Monogram entsprach den Versionen 1998 / 1999, die Revell Bausätze der Version 2000 bis 2003 und die letzten Auflagen den Saisonmodellen 2004 / 2005.

Mit dem Revell-Monogram Kit No. 85-2556 entsteht der 1998 Ford Taurus #99 „Exide Batteries“ von Roush Racing, gefahren von Jeff Burton. Der Zusammenbau erfolgt nach Bauplan und out-of-box. Die lilafarbenen Flächen auf den Kotflügeln sind auf dem Decalsheet zwar enthalten, aber bei der Lackierung entschied in mich dafür diese Flächen zu lackieren um einer eventuellen Decal-Anpass-Orgie mit Ziehen, Strecken und Weichmacher zu entgehen. Danach muss man zwar die Decalstücke der Fenderdecals randgenau schneiden, aber das ist einfacher als eine halbe Fahrzeugseite mit einem großflächigen Decal zu belegen. Die Farbdeckkraft einiger weißer Decals auf dunklem Untergrund lassen gerade bei den Sheets der Großserienhersteller manchmal zu wünschen übrig. Merkwürdigerweise ist das aber von Sheet zu Sheet bei identischen Bausätzen unterschiedlich. In meiner Sammlung gibt es deswegen auch Modelle, die zwei Lagen Decals aufeinander haben um die volle Farbkraft von Weiß oder Gelb zu erreichen. Beim Exide Batteries ist die Deckkraft der weißen Lettern gerade eben so noch ausreichend.

Jeff Burton hatte eine lange Karriere in der NASCAR von 1988 (angefangen in Busch Grand National Series) bis 2014. Er war immer für gute Ergebnisse zu haben und in seiner Statistik stehen 6 Poles, 6532 Führungsrunden, 254 Top10 Platzierungen und 21 Rennsiege. Zwar reichte es nie für den Sieg einer Meisterschaft, aber immerhin 8x in den Top10 und in der Saison 2000 für den 3. Rang. Dafür war Jeff Burton ein Garant an Beständigkeit. Von 1996 bis 2013 bestritt er immer alle 32 bzw. 36 Rennen der Saison und bei insgesamt 1001 Rennen (NASCAR Cup u. NASCAR Busch) qualifizierte er sich nur 5x nicht.

Modellbausatz Monogram 85-2556 im Maßstab 1:24; gebaut out-of-box.

Autor: Thomas F. Lutz

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