1998 Ford Taurus #9 „Cartoon Network“ Lake Speed

Ein Kessel Buntes – so oder ähnlich könnte man die Stock Car NASCAR Modelle im Plastikmodellbau beschreiben. Wahrlich bunt, farbenfroh in wirklich allen Nuancen des Farbenspektrums und einer Unmenge an Sponsoren kommen die Modelle aus dem amerikanischen Motorsport daher. Eine Farbenvielfalt für jede Modellbaushow.

Trotzdem gab es schon Äußerungen wie: „Die sehen doch Alle Gleich aus!“, was im Grunde genommen auch stimmt, denn es sind Modelle von Autos, die die Karosserieform einer klassischen Limousine und vier Räder haben, an jeder Ecke eins. Freilich könnte man als Modellbauer argumentieren, dass es viele unterschiedliche Modelle von Dodge, Buick, Ford, Oldsmobile, Pontiac, Plymouth, Mercury, AMC, Chevrolet oder Toyota sind, dass es unzählige Sponsoren gibt, dass es Startnummern von 01 bis 99 sind und es die Vielfalt an Fahrzeugen aus den Jahren von 1949 bis Heute abdeckt, aber lassen wir die Aussage der Gleichheit einfach mal stehen. Schließlich gibt es Anderes, was im Leben wirklich wichtig ist.

Zu den Events der Stock Car Rennserien wie der NASCAR, ARCA oder IMCA in den USA kommen viele Fans mit der ganzen Familie, Kind und Kegel. Die Sponsoren haben sich darauf eingerichtet und so findet man u.a. auch Paint Schemes der Autos für alle diese Zielgruppen.

Beispielhaft werben z.B. Werkzeughersteller, Baumarktketten oder Autozubehörfirmen wie DeWalt Tools, Home Depot oder Napa Auto Parts für Daddy, während Werbung für Backmischungen, Saucen oder Restaurants gemacht wird von Betty Crocker, Bulls-Eye BBQ oder Domino´s Pizza für die Ladies. Kinder werden umworben mit Produkten für ihre Freizeitgestaltung, Hunger & Durst oder Gaming wie TV Family Channel, Taco Bell & Mountain Dew oder Playstation.

Aus letztgenannter Gruppe kam auch der Hauptsponsor von 1998 bis 2000 für das Team von Melling Racing des amerikanischen Unternehmens Turner Broadcasting Systems mit dem Fernsehsender von Cartoon Network, einem Pay-TV Programm für Zeichentrickfilme.

Ein Kessel Buntes – ist also tatsächlich berechtigt.

Lake Speed, dessen Karriere bereits in der Saison 1980 begann, war mit dem Ford Taurus im Jahr 1998 letztmalig bei NASCAR dabei. Bei 16 von 33 Rennen im Winston Cup war seine Statistik nicht besonders erfolgreich. Bei zwei Ausfällen und einem besten Startplatz auf Position 8 in Talladega, kam als bestes Ergebnis nur ein 17. Platz in Daytona heraus. Im Durchschnitt beendete er Platzierungen auf Position 27. Ohne Führungsrunden und ohne Top10 Plätze reichte das mit 1297 Punkten in der Meisterschaft am Ende nur für Rang 43. Nach 19 Jahren in der NASCAR Serie fuhr Lake Speed sein letztes Rennen, das „Jiffy Lube 300“ am 12. July 1998 in Loudon New Hamshire, leider auch noch mit einem DNF durch Unfall und hatte in dieser langen Zeit nur ein einziges Rennen in der Saison 1988 gewinnen können.

Autor: Thomas F. Lutz

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