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Carl Edwards boxt sich zum Sieg Drucken
Geschrieben von: Dennis Grübner   
Sonntag, den 18. Juli 2010 um 12:02 Uhr

Kampfspuren an Edwards' Auto in der Victory Lane. ©NASCAR
Kampfspuren an Edwards' Auto in der Victory Lane. ©NASCAR
Die Fehde zwischen Brad Keselowski und Carl Edwards nimmt kein Ende. Auf dem Gateway International Raceway drehte Edwards seinen Kontrahenten auf den letzten Metern um.

 Carl Edwards sorgte beim Rennen der NASCAR Nationwide Series auf dem Gateway International Raceway für den ersten Ford-Ovalsieg im Jahr 2010. Die Art und Weise, wie er das tat, sorgte allerdings für Aufsehen. In der letzten Runde war es zunächst Brad Keselowski, der einen Angriff auf den führenden Edwards startete.

In Kurve eins geriet er dabei ins Heck des Ford-Piloten, was ihm ermöglichte, sich innen neben seinen Konkurrenten zu setzen. In den Kurven drei und vier zog er schließlich komplett vorbei und hatte den Sieg vor Augen. Doch Edwards ließ sich das nicht gefallen und zog von der äußeren Linie nach innen, wo sich Keselowski befand. Er erwischte den Penske-Fahrer, der daraufhin erst in die Außenmauer und dann in die Innenmauer einschlug. Kurz vor dem Zielstrich wurde er zu allem Überfluss noch von Shelby Howard getroffen und über die Linie befördert. Glücklicherweise wurde weder Keselowski, noch jemand anders bei dem Unfall verletzt.

„Ich konnte es nicht zulassen, dass er mir den Sieg klaut“, sagte Edwards im Interview nach dem Rennen. „Meine Jungs haben viel zu hart dafür gearbeitet. „Wir sind auf die Ziellinie zugefahren. Ich sehe es auch nicht gerne, wenn wir unsere Autos so demolieren, aber wir sind hierhergekommen, um zu gewinnen und er hat es uns in Kurve eins fast versaut. Ich habe getan, was ich tun musste.“

Im Keselowski-Lager sah man die Situation naturgemäß etwas anders. Vor allem Keselowskis Vater Bob, selbst ehemaliger Rennfahrer, war außer sich vor Wut: „Brad ist in Kurve eins in Carl reingeraten. Sie haben sich berührt, Lack ausgetauscht, sind einfach nur hart gefahren. Carl ist dann ausgeflippt, wie schon in Atlanta, und hat versucht den Jungen umzubringen. Ich habe die Nase voll davon. Ich ziehe mir meine alte Rennuniform wieder an und regle das mit ihm. Er bringt meinen Sohn nicht um!“

„Er ist nach links rübergezogen und hat mich absichtlich rausgeschmissen“, beschrieb Brad Keselowski die Situation anschließend. „Ich habe ihm die obere Linie gegeben, aber er hat mich trotzdem rausgehauen.“

NASCAR Nationwide Series Renndirektor Joe Balash beschrieb die Situation nach einem Meeting mit Edwards nach dem Rennen schlicht als hartes Racing. Eine Strafe hat Edwards, der sich durch den Sieg wieder bis auf 168 Punkte an Keselowski herangeschoben hat, wohl nicht zu erwarten.

Den zweiten Platz staubte Reed Sorenson ab. Polesitter Trevor Bayne belegte Rang drei, vor Paul Menard und Steve Wallace.


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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 18. Juli 2010 um 12:11 Uhr